Syamar

Fehler der Vergangenheit

Ursprünglich lebte das Land von den Erträgen der Bauern entlang des Yals, dem größten Fluss des Landes. Der Fluch des Pontus’ zerstörte jedoch das fruchtbare Land und bis heute bezahlen die Bewohner Syamars für ihre Sünden.

Syamar und Nachbarländer

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Als die T’skrangs von der Mündung des Yals aus ins Landesinnere zogen, reagierten die Bewohner des Landes mit Zweifel. Besonders die Bauern und Fischer entlang des Flusses sahen sich in ihrer Existenz bedroht. Trotz der friedlichen Absichten der T’Skrangs, hegten Bauern des Landes Abneigung zu ihnen.
Obwohl die Kinder Pontus’ kein Land beanspruchten, da sie ihre traditionellen Wasserbehausungen bauten, kam es zu Konflikten. Erst waren es die Fischer, die durch kleinere geplante Aktionen, die Flussbewohner vertrieben. Später schürte sich der Hass durch erneute Angriffe, woraufhin der Shedim des Landes seine Soldaten schickte, um die Kornkammer des Landes zu verteidigen.
Die “Reinigung” des Yal dauerte nicht lang, aber sie war brutal und hart. Nachdem die Zeichen des Massakers vorüber waren, fing auf unerklärliche Weise das Wasser an zurückzugehen, bis ein Jahr später der gesamte Fluss versiegt war. Noch heute sieht man im Flussbett, welches als “verflucht” gemieden wird, die Ruinen alter, zerstörter T`skrangbehausungen welche als Zeugen der Schandtat des Shedims übriggeblieben sind.
Man sagt Pontus selbst hat den Yal in den Schlangenfluss geleitet, der um die Grenzen Syamars fließt.
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Land und Leute

syamarisches Wappen

Syamar liegt zwischen T’Skagera und dem Tränenwald und grenzt im Süden an das Perlenmeer mit seinen reichen Fischvorkommen.
An den Küsten des Landes liegen die meisten Siedlungen und Städte, die vom Handel und den Gaben des Meeres leben. Hier floriert das Leben und dank der patrouillierenden Wachen sind die Straßen in den meisten Städten sicher. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite. Denn trotz der Fischvorkommen und der Handelsschiffe ist es nicht immer leicht für die Küstenbewohner, denn es scheint als hätte Pontus noch immer nicht die Fehler der Vergangenheit verziehen. Noch immer gibt es jährliches Sturmfluten und Überschwemmungen, die die Entwicklung des Landes immer wieder zurückwerfen. Seuchen und zunehmende Armut sind das Resultat. Trotz der herben Rückschläge und den schweren Bedingungen, bleiben die Bewohner standhaft. Kaum ein, um die Existenz gebrachter, Bauer zieht weiter ins Landesinnere. Stattdessen wird zusammen angepackt, um gemeinsam in die Zukunft blicken zu können. An keinem anderen Ort auf Panthalas ist das Zusammengehörigkeitsgefühl in Städten so groß wie an der Küste von Syamar.

Dringt man weiter ins Landesinnere, nimmt die Bevölkerungsdichte stark ab, da das Land zunehmend unfruchtbarer wird. Es gibt kaum Wasser und nur wenige Dörfer liegen an fruchtbaren Oasen im Landesinneren. Außerhalb der Regenzeiten gibt es kaum grüne Flecken in der Umgebung, stattdessen wechseln sich Steppen und Steinwüsten im Erscheinungsbild ab. Hier ist kaum noch etwas vom Glanz des Shedims zu spüren. Der Fürst der Scheichs hegt kaum Interesse an den trostlosen Ländereien. Außerdem regieren hier Räuber und die selbsternannten Kriegsherren mit Gewalt und Terror das Land.

Mitten in den trockenen und gefährlichen Ländereien liegt der Anuokh, ein erloschenes Vulkangebiet, welches heute mit vielen Dörfern und Städten besiedelt ist. Hier liegt unter anderem auch Shadhan, die Hauptstadt des Landes und Sitz des Shedims.
Im Gegensatz zur vertrockneten und gefährlichen Umgebung sind die Siedlungen am Anuokh begünstigt durch ihren fruchtbaren Boden. Des weiteren besitzt man wohl die größten Süßwasservorkommen des Landes, denn in den erloschenen Kratern sammelt sich während der Regenzeit das Wasser und bringt die Bewohner selbst über lange Dürrezeiten. Die Kraterseen bringen jedoch auch eine Gefahr mit sich, denn Räuber und Kriegsherren aus den benachbarten Regionen versuchen immer wieder, Wasserreserven zu stehlen bzw. zu erobern. Für sie ist es sogar wichtiger als die reich gefüllte Schatzkammer des Shedims. Im Hinterland ist nichts kostbarer als Trinkwasser und daraus schlagen diese Schurken Kapital.

Konflikt im Landesinneren

Das Bild des Landes hat sich zu heute stark verändert. Der Thronfolger des Shedims regiert zwar weiterhin das Land, allerdings gibt es durch die schlechte Situation so genannte Kriegsherren, die die reichen Teile des Landes überfallen und plündern. Es ist häufig der Fall, dass es hierbei nicht nur um Schätze und Reichtümer geht, sondern auch um kostbares Wasser, welches zu horrenden Preisen an verdurstende Reisende verkauft wird. Viele der Wasserquellen entlang der Handelswege sind in den Händen der Kriegsherren, die somit weiter ihre Macht im Hinterland unterstreichen. Der Shedim sendet zwar weiterhin Kämpfer aus, um die Wasserreserven zurück zu erobern, aber es ist nicht unüblich, dass eine kürzlich eroberte Quelle kurz darauf wieder in die Hände eines anderen Kriegsherren fällt.
Im Hinterland leben die meisten Orks des Landes. Sie kamen ursprünglich aus den nördlichen Regionen und leben heute in teils nomadischen teils räuberischen Sippen zusammen.

Fortbewegung und Handelswege

Aufgrund der schlechten Voraussetzungen müssen Handelskarawanen durchs Landesinnere gut organisiert und bewacht sein. Man benötigt unbedingt einen ortskundigen Führer, der sich auch in gefährlichen Gebieten auskennt und die ein oder andere geheime Wasserquelle kennt.
Die besten Reittiere für diese Region sind allen voran die Trampeltiere und die Cre’sha. Letztere sind besonders für schnelles Reisen geeignet und kommen auch lange Strecken ohne Wasser aus.
Um den Räubern am Boden aus dem Weg zu gehen, währen Luftschiffe wohl das beste Mittel, allerdings haben nur die reichsten Händler und Scheichs des Landes die finanziellen Mittel dafür. Außerdem gibt es in kaum einer der Städten einen Luftschiffhafen, was die Bedingungen nochmals erschwert. Es ist nach wie vor günstiger für die Händler, alles über den Seeweg zu verschicken, da hier auch der größte der Teil der Abnehmer zu finden sind.

Schlangenfluss

Die Geschichte

Der Legende nach führte der Fluss einst durch das heutige Syamar, wo er, noch unter dem Namen Yal bekannt, die Felder mit Wasser versorgte und den Fischern einen großen Fang bereitete. Allerdings fiel das Land in die Missgunst der Wassergottes worauf der Fluss durch göttliches Wirken umgelenkt wurde. Jetzt fließt der Schlangenfluss weit um die Grenzen von Syamar.

Der Flusslauf

Der Schlangenfluss ist neben dem Wahad der größte Fluss von Panthalas. Der Strom beginnt im Tränenwald wo er noch sehr schmal ist und nur wenig Wasser trägt, weshalb die Schiffe, die hier den Schlangenfluss befahren kaum Tiefgang haben dürfen.
Der Fluss ist auf seinem Weg die natürliche Grenze zwischen dem Tränenwald und Reiderland, wo er durch den Zufluss des Auenbachs noch weiter anschwillt, so dass schon hier größere Schiffe zu finden sind. Das Wasser ist auf dieser Höhe des Flusses noch klar und frisch. Das ändert sich jedoch sobald der Flusslauf die T’Aluank-Sümpfe durchquert. Das Wasser spült viel Erde und mit und färbt sich daher in an vielen Stellen braun. Ab dieser Stelle des Flusslaufs wird der Strom sogar über 15 Meilen breit, so dass Segelschiffe problemlos gegen den Wind kreuzen können. Allerdings gibt es hier auch unzählige Untiefen, Stromschnellen und Verästelungen, die einen ungeschulten Flussschiffer schnell zum Verhängnis werden können. Neben den natürlichen Gefahren lauern auch Piraten auf unvorsichtige Händler und Lastenschiffe.
Nach den gefährlichen Sümpfen schlängelt sich der Fluss weiter durch T’skagera. Sein Weg führt durch das bergige Land im Süden der Region, wo er wieder etwas schmaler wird, da die Umgebung deutlich trockener wird und die grünen Uferregionen ihm viel Wasser entziehen. Der Fluss klart mit der Zeit deutlich auf und fächert sich auf den letzten Meilen in ein Flussdelta auf, bevor er schlussendlich ins Perlenmeer fließt.

Die Bewohner

Der Schlangenfluss ist auch außerhalb der Grenzen von T’skagera die Heimat der T’skrangs über 60% aller Bewohner der Küste gehören zu ihrem Volk. Überall sind die traditionelle Behausungen der T’skrangs zu finden, die zum größten Teil unter Wasser liegen.
Neben den unzähligen Piratennestern und Handelsposten reihen sich viele Fischerdörfer ein, die vom reichen Ertrag des Flusses leben.

Autonomer Grenzfluss

Obwohl der Fluss durch insgesamt drei Länder fließt, gehört er dennoch zu keinem von ihnen. Der Schlangenfluss und die unmittelbaren Uferregionen werden von den Shivalahala regiert, welche aus den fünf Aropagoi stammen, einer Gesellschaftsform der T’skrangs, die den Schlangenfluss unter sich aufgeteilt hat.