Gasheij-Inseln

Attribute

  • Außen
  • Feuer, Luft (Sturm)
  • Rot, Schwarz, Weiß
  • Dreieck, Drang (stetiger Antrieb)
  • Destabilisierung, Chaos, Aktion
  • Stärke, Kraft
  • Erlangung von (geistiger) Disziplin durch Härte
  • Angriff
  • Tod durch Kampf und Bewegung
  • (nur) Streben nach Vollkommenheit

Klima/Landschaft

Die Bewohner sind so rau, wie das Land. Hohe zum Teil Schnee bedeckte Berge ragen auf den Inseln auf. Ebenso gibt es auf einigen Inseln subtropisches Klima mit längeren Regenzeiten.

Charakter

Die Insulaner sind ein kriegerisches Volk. Durch und durch geprägt von der Hierarchie des Krieges. Die patriarchial geprägte Struktur teilt das Leben der Menschen auf den Inseln in Bauern, den Rest und Krieger ein, wobei die Krieger ein hohes Ansehen genießen. Die Bauern hegen gegenüber den Kriegern eine gewisse Abneigung, da zu oft Höfe enteignet wurden, wenn Feldherren Nahrungsmittel, Quartier oder andere Ressourcen benötigten.

Geschichte

Die Insel verfügt über eine lange Geschichte der gegenseitigen Bekriegung um die Herrschaft über die Inseln. Kein Herrscher konnte sich je (für längere Zeit) die Inseln in Gänze unterwerfen.
Wirtschaft

Der (Wal-)Fischfang und die damit assoziierten Handelsgüter ist einer der ertragreichsten Wirtschaftszweige der Inseln, ebenso der Handel mit Tee, sowie die Ausfuhr jeglicher Art von Holz- und Eisenwaffen. Darüber hinaus exportieren die Insulaner in geringerem Umfang verschiedene Kräuter.

Außenbeziehungen/ Militär

Nahezu jeder Junge erfährt eine Ausbildung im waffenlosen Kampf. In dem Alter von 12 Jahren entscheidet sich ein Junge für die Laufbahn als Krieger oder als Bauer bzw. den Rest. Von diesem Zeitpunkt an erhalten die Söhne Klingen- und Stabwaffenunterricht. Sofern nicht privat unterrichtet, unterhalten einige Dörfer gemeinschaftliche Schulen, die die Kampfkunst lehren. Diese Plätze sind begehrt, da sie Kost und Logie erhalten. Wahre Macht jedoch erhält man nur innerhalb der Clanausbildung. Jeder der 100 Clans verfügt über eine ansehnliche Seestreitmacht, alle Kriegsschiffe zusammen genommen, würden die Inseln über die zahlenmäßig stärkste, sowie bautechnisch modernste Flotte verfügen.

Glaube/ Religion

Der Glaube an die Götter existiert auf den Inseln nicht. Der Glaube bezieht sich im Allgemeinen auf die Natur. Insbesondere da die Insulaner davon ausgehen, dass ihre Ahnen darin aufgehen, so dass ihre Ahnen stets die Insulaner umgeben. Die Kriegerklasse verehrt ihre Helden vorangegangener Schlachten. Diese handvoll bekannter ehrwürdiger Kämpfer wird ergänzt durch eine Vielzahl an unbekannten Helden. Der Ahnenkult erweitert sich durch den Glauben an Seelenverwandtschaften mit Tieren. Diese Verwandtschaft darf jedoch nicht missverstanden werden. Ein Insulaner mag den Falken als „Seelenverwandten“ anerkennen, jedoch eher nur in dem Sinne, dass er den Falken als ein Symbol betrachtet, in dessen reiner Form der Falke für Schnelligkeit, Entscheidungsfreude und Geschicklichkeit steht. Es wird erzählt, dass bei Tournieren zwei Kämpfer sich minutenlang in die Augen sehen, doch scheinbar in die Ferne blicken. Mancher Aberglaube meint zu wissen, dass die Krieger im Geiste die Gestalt ihres Symboltiers annehmen und dort den eigentlichen Kampf miteinander beginnen, ohne eine sichtbare Körperregung. Nach manch einem Duell soll es keinen tatsächlichen Kampf mehr gegeben haben.

Kampfschulen

Die Inseln beheimaten die unterschiedlichsten Kampfschulen, die verbündet oder in stiller oder offener Feindschaft existieren.

Die Weltanschauung der Gasheij

Die Gasheij verehren Tiere aufgrund ihrer dem – im weitesten Sinne – Kampf nützlichen Fähigkeiten. So kann bspw. eine Katze für ihr lautloses Fortkommen oder starke Sprungkraft bewundert werden. Ein Tiger kann schnell und kraftvoll sein. Dennoch werden diese Tiere nicht verehrt, da sie gegenüber dem Menschen nicht ebenbürtig sind. Folglich kann ein solches Tier auch nicht angebetet werden.

Angesprochen auf dieses Vorurteil könnten typische Zitate lauten: „Ich bewundere den Tiger nicht für das, was er ist sondern für das, was er kann.“ „Ein Bär bleibt ein Bär. Er wird nie zum Menschen, egal wie viel Übung er aufwenden mag. Der Mensch kann werden wie ein Bär, ein Tiger und eine Schlange, wenn er übt.“

Aufgrund der Vielzahl von „Glücksbringern“ und Talismanen, die man bei den Gasheij finden kann, entsteht der irrtümliche Eindruck, die Gasheij hängen dem Glauben an Tiergottheiten an. In Wahrheit ehren und verehren die Gasheij ausschließlich ihre Ahnen, die laut ihres Glaubens in Form reinster Energie existieren.

Eine strikte Trennung zwischen Diesseitigem und Jenseitigen wie im Mittelland ist den Gasheij folglich völlig fremd. Eine Geistererscheinung würde auf den Gasheij wohl weniger Erschrecken als Bewunderung auslösen. Im Prinzip wird jeder Gasheij, der etwas auf sich hält erzählen, er habe mindestens schon einmal in seinem Leben einen Geist gesehen. Eine weitere Auflösung einer so typischen mittelländischen Trennung findet weiterhin zwischen geistigem und körperlichem Sein statt. Gerade weil ein Gasheij denkt, kann er handeln. Und gerade weil er handelt, muss er denken. Die strikten Unterscheidungen der Mittelländler sind den Gasheij somit fremd und befremdlich, denn stets wird ein Teil des Seins über den anderen gestellt.

Diese Energie (= Ahnen) ist Teil von Allem. Sie ist auch der Grund, dass ein Krieger eine Technik anwenden kann, die ein Ahne erschuf. Ein Krieger kann zudem Kraft seines Willens die Ahnenenergie in Reinform im Kampf verwenden. Daher sind die Gasheij so stolz, wenn sie auf eine der Schulen der besten Ahnen gehen dürfen. Sie glauben, dass sie dadurch die größte Macht im Kampf erlangen können. Es ist nicht verwunderlich, dass die Alten einer Gesellschaft den größten Respekt aller Altersgruppen genießen. Sie stehen in der Rangfolge dem Eingang in die Ahnenwelt am nächsten. Der Eingang kann nur vollends gelingen, wenn Weisheit erworben wird. Alter und Weisheit sind für Gasheij nahezu untrennbar verknüpft (es gab jedoch eine entscheidende Ausnahme, einen Weisheit besitzenden jungen Mann, s.u.).

Der Ehrbegriff ist für die Gasheij der Lebensodem. Aber auch hier ist es für den ausländischen Beobachter ratsam zu bedenken, dass Ehre bei den Gasheij nicht eine bestimmte Handlung vorgibt. Ehre gibt das gesamte Leben vor – Ihr zu folgen heißt strikt nach ihr zu leben.

Bekannte Mythen und Legenden

Stets bestätigt die Ausnahme die Regel (Alter und Weisheit). Ein Mensch soll vor Jahrhunderten als junger Mann auf die Welt gekommen sein. Er alterte nie und sprach auch nie. Bei den Gasheij bedeutet Schweigen Weisheit, weil Kommunikation Missverstehen provoziert. Da der junge Mann alles erkannte, bedurfte es keiner Verständigung mehr, denn er verstand bereits. Er wartete nur noch auf die Auflösung in das Ganze. Das Diesseitige Streben lag bereits hinter ihm. Gerade weil der junge Mann so weise war, schlossen sich ihm viele Schüler an, die seine Weisheit erkennen konnten. Da er nicht sprach übernahmen dies seine Schüler, weil sie wollten, dass alle Menschen die es vermögen, dieselbe Weisheit ihres Lehrmeisters erlangen können sollen. Es heißt, dass diese Schüler selbst sehr weise waren. Und als es Zeit zu sterben war opferten sich die Schüler indem sie blieben – in ihrem Körper und somit am Leben. Sie hatten ihre Aufgabe und opferten ihre Möglichkeit, sofort in das Ganze aufzugehen, um anderen Menschen zur Weisheit zu verhelfen. Denn nur weise Menschen können sich im Ganzen auflösen. Es heißt, dass die Schüler des Weisen noch heute unter den Lebenden weilen und nach Menschen Ausschau halten, die vollkommene Weisheit erlangen können. Diese Menschen sind für Mittelländer vermutlich am ehesten mit Engeln oder Heiligen zu vergleichen, die anderen helfen, zu Gott zu finden und die rechte Lebensweise vermitteln. Der Unterschied ist, dass es den Weisen am missionarischen Eifer mangelt, da Missionierung Missverstehen provoziert.

Über das Leben des jungen weisen Mannes ranken sich die wildesten Geschichten, da er der berühmteste Weise der Gasheij war und heute von seiner großen Anhängerschar mit großer Leidenschaft verehrt wird.