Mentuza

Hauptstadt Adariens

Gelegen am See Niala, im Nordosten der fruchtbaren Provinz Berlapon ist Mentuza die Hauptstadt des adarischen Reiches und damit der Sitz des königlichen Hofes von Adarien. Der Palast des Königshauses ist ebenso wie die gesamte Stadt ein Wunder architektonischer Baukunst. Die adarischen Rundbögen, welche die jahrhundertelange Bautradition in aller Welt bekannt gemacht haben, sind am Palast in allen Formen und Größen vorzufinden. Eine riesengroße Rundkuppel aus elementarem Glas und weißem Marmor ist weithin in der Stadt sichtbar und wird nur vom Pilum, dem Turm der Magierschule überragt.

Alles an dieser Stadt wirkt größer und gewaltiger als im restlichen adarischen Reich. Die Nähe zum Tazûn Massiv und die schiffbare Verbindungen in die Berge, der Skiro, welcher später in die Brigal und schließlich in die ibonische See mündet haben dafür gesorgt, daß Schmiede und Erzschmelzer die Stadt zu einem Zentrum der Metall- und Felsverarbeitung formten. Die massiven Wege und Rundbogengänge, welche sich den ansteigenden Hang zum Hügel hinaufschrauben auf welchem Mentuza erbaut wurde bieten den weniger reichen Bewohnern der Stadt Nischen und Unterschlupf, um primitive Hütten und Behausungen zu errichten. Die inneren, höher gelegenen Bogenwege jedoch sind durch die Stadtwache frei von solchen Behausungen. Den Bauten der Stadt sieht man auch als unkundiger Beobachter an, daß sie getreu dem einfachen Muster “je höher man wohnt, desto wohlhabender ist man” bewohnt werden.

Der Hafen selbst ist trotz der meist verwundenen Gänge durch eine steinerne Prachtstraße bis zum Festplatz erreichbar und durch seine ausladende, sichelförmige Anlage groß genug, um über 20 Handelsseglern Platz zu bieten. Viele Fischerbote liegen meist am äußeren Pier, da der Niala über eine hohe und vielfältige Fischpopulation verfügt. Rund um den äußeren Pier haben sich Fischräuchereien und kleinere Holzbauten angesammelt, welche zum Genuß einheimischer Fischspezialitäten einladen und selbst von wohl betuchten Händlern zur Mittagszeit gern aufgesucht werden.

Statistische Daten

  • erbaut 240 Jahre vor der Beginn der Zehngötterzeit durch Zwergen- und
  • Menschensiedler
  • heute ca. 13.000 Einwohner
  • 22 Kilometer Stadtmauer
  • ca. 1300 anlegende Handelsschiffe im Jahr
  • Stadtgarde 350 Soldaten, königliche Garde 60 Soldaten
  • 45% Menschen, 25% Zwerge, 10% T’Skrang, 5% Trolle, Rest Orks, Windlinge,
  • wenige Steintrolle, fast keine Elfen

Besonderheiten

Magierschule Schola Scopulosus

Die Akademie des “schmelzenden Felsens” wie der Name verrät, beschäftigt sich mit der Architektur, der Anwendung materialbeeinflussender Magie (hauptsächlich Erde und Gestein) allerdings auch mit allem was die Haltbarkeit von Bauwerken verlängern kann. Es ist nicht verwunderlich daß die Magierschule selbst ein Gebäude von außergewöhnlicher Anmut und spektakulärer Form ist. Eine Ansammlung von Türmen, welche kreisförmig um das Pilum, den riesigen weißen Spitzturm gruppiert sind. Die Türme untereinander sind durch filigran anmutende, geschwungene Rundbögen verbunden, welche als Brücken zwischen den Türmen in luftiger Höhe über den Außenmauern des Komplexes fungieren. Man schätzt die Zahl der Scholaren auf rund 80 pro Jahrgang und das Magierkolleg besteht aus nicht weniger als 35 Magistern, mit einem regelrechten Hofstaat aus Bediensteten, welche allesamt in den kleinen Steinhäusern am Fuße der Türme innerhalb des Komplexes wohnen. Der momentane magister principis (Leiter) der Magierschule ist Moris Tremor. Der Reichtum der Schola Scopulosus ist der Grund warum jeder Bewohner der Stadt einem Magier höchsten Respekt und Aufmerksamkeit entgegenbringt, lassen sich die hohen Herren doch meist nicht lumpen wenn es um das liebe Geld geht…

Königlicher Palast

Der Sitz der königlichen Familie, Amtssitz des regierenden Monarchen Paolo da Silva und dem Beraterkonzil. Die königliche Familie lebt in den Mauern des abgeschlossenen Palastgeländes, welches in die Stadt integriert, dennoch von einer fast 20 Meter hohen Mauer mit Wehrgang abgetrennt ist. Ihre Gemächer liegen in Mitten des großen Kuppelbaus, welcher von mehreren kleinen Abbildern mit flacheren Rundkuppeln umgeben ist. Im Zentrum befindet sich das Atrium, ein angelegter Garten mit Wasserspielen und weißen Kieswegen, welche an kunstvollen Hängetöpfen mit fremden Pflanzen und hohen, südländischen Baumsorten vorbeiführen. Marmorne Bänke und schattige Säulenpavillions sind Zeugen der vielen Verhandlungen und diplomatischer Gespräche der Mitglieder des Beraterkonzils geworden. Ein mentusisches Sprichwort besagt “Bist Du so wichtig daß Dich ein Rat zum Spaziergang ausführt?” und wird Leuten ins Gesicht geworfen die ihre persönlichen Belange für wichtiger nehmen als es nötig wäre.

Festplatz

Der Festplatz ist ein Plateau, welches durch eine breite Prachtstraßen sowohl mit dem Palast, dem Hafen als auch der Akademie verbunden ist. Meist bemerkt man von der Breite dieser Straßen jedoch nicht viel, da die “Bolaneros” (Händler mit Schubkarren) die befahr- und begehbare Fläche deutlich einengen. Der Festplatz selbst ist um einen großen Brunnen, welcher einem stilisierten Abbild des Pilum gleicht, angelegt und bietet den besten Handelshäusern und Schenken Raum, vor ihren Geschäften mit Waren und Angeboten zu prahlen. Um den Brunnen herum finden sich täglich aufgebaute Stände, an welchen Wein und Säfte der reichen Obst- und Weinanbaugebiete Adariens fassweise den Besitzer wechseln und Schmiede vor Ort ihre Waren anpreisen.

Die Bäder

Badehäuser sind in Mentuza ebenso zahlreich wie andernorts Tavernen. Sie sind das Zentrum kulturellen Lebens der oberen Schicht und wurden nicht zuletzt aufgrund der Freizügigkeit der örtlichen Magier in solcher Zahl errichtet. Meist speisen sich die Badehäuser aus tiefen Brunnenschächten, welche von den Adepten der Schola Scopulosus während ihrer Lehrzeit errichtet und instandgehalten werden. Die höher gelegenen Badehäuser weisen ein luxuriöses Ambiente und die weit über Mentuza hinaus bekanntgewordenen Dampfkammern auf. Die Funktionsweise ist ein Geheimnis, jedoch lässt sich kaum ein betuchter Seereisender einen Besuch der Dampfkammern entgehen. Kräuter und ätherische Öle riecht man schon in den Gassen und diese weisen auch den Besuchern der Stadt den sicheren Weg.