Valizia

Statistische Daten

  • erbaut im Jahre 473 A.R.
  • heute ca. 4.000 Einwohner
  • Stadtgarde 150 Soldaten, Palastgarde des Herzogs 30 Soldaten
  • Floranus-Tempel, Anakron-Zirkel (kürzlich zerschlagen)
  • 75% Menschen, 10% T’Skrang, 10% Trolle, 5% Windlinge, wenige Steintrolle, fast
  • keine Elfen, Zwerge und Orks

Kornkammer Adariens

Valizia liegt an der Grenze der beiden adarischen Provinzen Berlapon und Lasyath. Die Stadt befindet sich auf der östlichen Seite des Flusses Dulari und gehört somit noch zur königlichen Provinz Berlapon.
Die Stadt der Obst- und Weinbauern wurde auf einem kleinen allein stehenden Berg erbaut, an dessen Südhängen überall Wein angebaut wird. Einst bestand die Stadt nur aus der heutigen Oberstadt, die direkt auf der Spitze des Berges erbaut wurde. Heute leben dort nur die reichen oder alten Familien der Stadt, die mit ihren prächtigen Villen und Anwesen das Bild der Oberstadt prägen. Des Weiteren befindet sich hier das Gardehaus sowie der Sitz des Herzogs Jose Carlos Garcia, welcher von hier aus die Stadt und Umgebung regiert.
Mit der Zeit wuchs die Stadt, und der Platz in der Oberstadt wurde eng. So kam es, dass entlang der Serpentinenstraße sogenannte Terrassen angelegt wurden, auf den neue Stadtkerne entstanden. Mittlerweile gibt es neben der Oberstadt fünf weitere Terrassen, die alle untereinander mit der Prachtstraße verbunden sind. Je weiter man den Berg hinabsteigt, desto ärmer werden die Bewohner. Während man auf der dritten Terrasse (oder kurz “Dritte”) noch gut betuchte Händler und angesehen Handwerker treffen kann, zeigt die erste Terrasse deutlich, dass es auch ärmere Schichten in der Stadt gibt. Am Fuß des Berges leben all jene, denen der Zugang zur Stadt verwehrt bleibt oder die ärmsten der Tagelöhner und Erntehelfer. Letztere werden überwiegend von den umliegenden Bauern in Anspruch genommen, die in der Umgebung von Valizia ihre Obstplantagen besitzen.

Besonderheiten

Das Hospital

Auf der vierten Ebene befindet sich ein nurnagefälliges Hospital, welches von einem geachteten Cipetriner gegründet wurde. Viele der reichen Bürger lassen sich hier behandeln, da sie insgeheim hoffen, etwas vom Geheimnis des Besitzers zu erfahren. Er ist nämlich schon über 120 Jahre alt und behandelt seine Patienten noch selber. Des Weiteren hat er es sich zur Aufgabe gemacht, ehrenamtlich die Heilung der Armen und Bettler der Stadt zu übernehmen.

Der Hafen

Der Hauptumschlagplatz der Stadt ist der Hafen, welcher auf der nordwestlichen Seite der Stadt zu finden ist. Der Hafen liegt am Ufer des Dulari und ist komplett in den Händen der anwohnenden T’skrangs, welche auch das Gewirr aus Stegen und Ankerpunkten erbaut haben. Zwischen den Anlegestellen befinden sich immer wieder die Eingänge zu den Behausungen der T’skrangs, die zum größten Teil unter Wasser liegen.
Vom Hafen aus gelangen die Waren der Stadt flussabwärts bis nach Menturan, um von dort aus weiter übers Meer verschifft zu werden. Valizia importiert im Gegenzug Metalle und Erze aus dem Norden, die den weiten Weg aus dem Tazûn-Massiv zurückgelegt haben.

Wachtürme

Einige Meilen vor der Stadt kann man hohe Wachtürme erkennen, die zur Stadt Valizia gehören. Diese Außenposten überwachen die Handelstraßen und dienen dank ihrer Brieftauben auch als Nachrichtenlieferant. Die Türme waren ursprünglich als reine Spähtürme konzipiert, damit die Stadt vor Räubern und anderen Angreifern gewarnt werden konnte.

Wasserträger

Nirgendwo anders ist es so mühselig, die Stadt mit Trinkwasser zu versorgen. Man kann den ganzen Tag kräftige Tagelöhner dabei beobachten, wie sie die, mit Wasserfässer beladenden, Karren die Prachtstraße hinaufzerren. Jeder der Stadtkernen besitzt mindestens eine Zisterne, die besonders in trockenen Jahreszeiten immer wieder gefüllt werden muss.

Jüngste Ereignisse

Einige der Stadtbewohner wurden als Anakron-Anhänger überführt, unter ihnen ein großer Weinhändler namens Iberdan sowie zum Erschrecken aller der Hospitalbesitzer. Dank einer Gruppe tatkräftiger Helden konnte nicht nur der Kopf der geheimen Kirche eliminiert werden, sondern auch weitere Erscheinungen des Chaosgottes. So konnte zum Beispiel der bisher geschlossene Floranus-Tempel wieder eröffnet werden, nachdem eine Vampir aus der Gruft getötet wurde, welcher die, bis dato unbekannte, Ursache für den Tod des verstorbenen Priesters war. Der erfahrene Wanderpriester Vater Donvallo übernimmt seitdem die Messen und wird zur Hoffnung aller in Valizia sesshaft werden.

Mentuza

Hauptstadt Adariens

Gelegen am See Niala, im Nordosten der fruchtbaren Provinz Berlapon ist Mentuza die Hauptstadt des adarischen Reiches und damit der Sitz des königlichen Hofes von Adarien. Der Palast des Königshauses ist ebenso wie die gesamte Stadt ein Wunder architektonischer Baukunst. Die adarischen Rundbögen, welche die jahrhundertelange Bautradition in aller Welt bekannt gemacht haben, sind am Palast in allen Formen und Größen vorzufinden. Eine riesengroße Rundkuppel aus elementarem Glas und weißem Marmor ist weithin in der Stadt sichtbar und wird nur vom Pilum, dem Turm der Magierschule überragt.

Alles an dieser Stadt wirkt größer und gewaltiger als im restlichen adarischen Reich. Die Nähe zum Tazûn Massiv und die schiffbare Verbindungen in die Berge, der Skiro, welcher später in die Brigal und schließlich in die ibonische See mündet haben dafür gesorgt, daß Schmiede und Erzschmelzer die Stadt zu einem Zentrum der Metall- und Felsverarbeitung formten. Die massiven Wege und Rundbogengänge, welche sich den ansteigenden Hang zum Hügel hinaufschrauben auf welchem Mentuza erbaut wurde bieten den weniger reichen Bewohnern der Stadt Nischen und Unterschlupf, um primitive Hütten und Behausungen zu errichten. Die inneren, höher gelegenen Bogenwege jedoch sind durch die Stadtwache frei von solchen Behausungen. Den Bauten der Stadt sieht man auch als unkundiger Beobachter an, daß sie getreu dem einfachen Muster “je höher man wohnt, desto wohlhabender ist man” bewohnt werden.

Der Hafen selbst ist trotz der meist verwundenen Gänge durch eine steinerne Prachtstraße bis zum Festplatz erreichbar und durch seine ausladende, sichelförmige Anlage groß genug, um über 20 Handelsseglern Platz zu bieten. Viele Fischerbote liegen meist am äußeren Pier, da der Niala über eine hohe und vielfältige Fischpopulation verfügt. Rund um den äußeren Pier haben sich Fischräuchereien und kleinere Holzbauten angesammelt, welche zum Genuß einheimischer Fischspezialitäten einladen und selbst von wohl betuchten Händlern zur Mittagszeit gern aufgesucht werden.

Statistische Daten

  • erbaut 240 Jahre vor der Beginn der Zehngötterzeit durch Zwergen- und
  • Menschensiedler
  • heute ca. 13.000 Einwohner
  • 22 Kilometer Stadtmauer
  • ca. 1300 anlegende Handelsschiffe im Jahr
  • Stadtgarde 350 Soldaten, königliche Garde 60 Soldaten
  • 45% Menschen, 25% Zwerge, 10% T’Skrang, 5% Trolle, Rest Orks, Windlinge,
  • wenige Steintrolle, fast keine Elfen

Besonderheiten

Magierschule Schola Scopulosus

Die Akademie des “schmelzenden Felsens” wie der Name verrät, beschäftigt sich mit der Architektur, der Anwendung materialbeeinflussender Magie (hauptsächlich Erde und Gestein) allerdings auch mit allem was die Haltbarkeit von Bauwerken verlängern kann. Es ist nicht verwunderlich daß die Magierschule selbst ein Gebäude von außergewöhnlicher Anmut und spektakulärer Form ist. Eine Ansammlung von Türmen, welche kreisförmig um das Pilum, den riesigen weißen Spitzturm gruppiert sind. Die Türme untereinander sind durch filigran anmutende, geschwungene Rundbögen verbunden, welche als Brücken zwischen den Türmen in luftiger Höhe über den Außenmauern des Komplexes fungieren. Man schätzt die Zahl der Scholaren auf rund 80 pro Jahrgang und das Magierkolleg besteht aus nicht weniger als 35 Magistern, mit einem regelrechten Hofstaat aus Bediensteten, welche allesamt in den kleinen Steinhäusern am Fuße der Türme innerhalb des Komplexes wohnen. Der momentane magister principis (Leiter) der Magierschule ist Moris Tremor. Der Reichtum der Schola Scopulosus ist der Grund warum jeder Bewohner der Stadt einem Magier höchsten Respekt und Aufmerksamkeit entgegenbringt, lassen sich die hohen Herren doch meist nicht lumpen wenn es um das liebe Geld geht…

Königlicher Palast

Der Sitz der königlichen Familie, Amtssitz des regierenden Monarchen Paolo da Silva und dem Beraterkonzil. Die königliche Familie lebt in den Mauern des abgeschlossenen Palastgeländes, welches in die Stadt integriert, dennoch von einer fast 20 Meter hohen Mauer mit Wehrgang abgetrennt ist. Ihre Gemächer liegen in Mitten des großen Kuppelbaus, welcher von mehreren kleinen Abbildern mit flacheren Rundkuppeln umgeben ist. Im Zentrum befindet sich das Atrium, ein angelegter Garten mit Wasserspielen und weißen Kieswegen, welche an kunstvollen Hängetöpfen mit fremden Pflanzen und hohen, südländischen Baumsorten vorbeiführen. Marmorne Bänke und schattige Säulenpavillions sind Zeugen der vielen Verhandlungen und diplomatischer Gespräche der Mitglieder des Beraterkonzils geworden. Ein mentusisches Sprichwort besagt “Bist Du so wichtig daß Dich ein Rat zum Spaziergang ausführt?” und wird Leuten ins Gesicht geworfen die ihre persönlichen Belange für wichtiger nehmen als es nötig wäre.

Festplatz

Der Festplatz ist ein Plateau, welches durch eine breite Prachtstraßen sowohl mit dem Palast, dem Hafen als auch der Akademie verbunden ist. Meist bemerkt man von der Breite dieser Straßen jedoch nicht viel, da die “Bolaneros” (Händler mit Schubkarren) die befahr- und begehbare Fläche deutlich einengen. Der Festplatz selbst ist um einen großen Brunnen, welcher einem stilisierten Abbild des Pilum gleicht, angelegt und bietet den besten Handelshäusern und Schenken Raum, vor ihren Geschäften mit Waren und Angeboten zu prahlen. Um den Brunnen herum finden sich täglich aufgebaute Stände, an welchen Wein und Säfte der reichen Obst- und Weinanbaugebiete Adariens fassweise den Besitzer wechseln und Schmiede vor Ort ihre Waren anpreisen.

Die Bäder

Badehäuser sind in Mentuza ebenso zahlreich wie andernorts Tavernen. Sie sind das Zentrum kulturellen Lebens der oberen Schicht und wurden nicht zuletzt aufgrund der Freizügigkeit der örtlichen Magier in solcher Zahl errichtet. Meist speisen sich die Badehäuser aus tiefen Brunnenschächten, welche von den Adepten der Schola Scopulosus während ihrer Lehrzeit errichtet und instandgehalten werden. Die höher gelegenen Badehäuser weisen ein luxuriöses Ambiente und die weit über Mentuza hinaus bekanntgewordenen Dampfkammern auf. Die Funktionsweise ist ein Geheimnis, jedoch lässt sich kaum ein betuchter Seereisender einen Besuch der Dampfkammern entgehen. Kräuter und ätherische Öle riecht man schon in den Gassen und diese weisen auch den Besuchern der Stadt den sicheren Weg.

Menturan

Freie Handelsstadt Adariens

Menturan ist die einzige wirklich freie Handelsstadt des adarischen Reiches. Gelegen am landesinneren Ende der Ibonischen See, gegenüber der Hafenstadt Thusalis von Avengan, ist Menturan der wohl reichste Handelshafen ganz Adariens. Gehandelt wird hier alles was per Schiff oder Luftschiff transportiert werden kann, denn Menturan verfügt auch über einen kürzlich geschaffenen Luftschiffhafen, direkt angrenzend an den großen Schiffshafen. Menturan ist Hauptumschlagpunkt des Handels in der ibonischen See und Ausgangspunkt von Fernschiffverbindungen nach West Tulura oder in östlicher Richtung gen Syamar. Nicht zuletzt deshalb gibt es in Menturan die größte Schifferwerkstadt des gesamten adarischen Reiches.

Das Leben der Stadt ist geprägt vom Handel und Handwerk. Der umfangreiche Warenverkehr und das flinke Verladen von Waren haben dazu geführt daß eine logistische Industrie aus Karrenschiebern und Trolltreibern sich in Mentuza niedergelassen hat. Trolltreiber wie die “Observatori” im Volksmund genannt werden, sind findige Kaufmänner die Arbeitskraft einkaufen und diese an die Kapitäne und Handelshäuser weiterverkaufen. Die Tagelöhner, meist Trolle, sind in großer Zahl im Hafen und Luftschiffhafen unterwegs, um die schwere Arbeit zu verrichten. Weiterhin besitzt Menturan die größte Niederlassung von Koggels Wertverwahrung in ganz Adarien. Tribun Ursel Brandberg ist der Leiter der Niederlassung, reichster Magnat der Stadt und gleichzeigig Sprecher der Stadtherren.

Architektonisch ist Menturan eine typische adarische Hafenstadt, geprägt von Rundbögen und Brücken, vielen Plätzen auf unterschiedlichen Ebenen (Plateaus), wo Händler und Handwerker ihre Dienste anbieten können und das städtische Leben stattfindet. Der Reichtum der Stadt hat, anders als zum Beispiel in Mentuza (Hauptstadt Adariens) verhindert, daß sich Bettler oder Tagediebe in der Stadt herumtreiben bzw. ihre Lager in den Randbezirken der Stadt errichtet hätten. Die Tatsache, daß jeder in Menturan Arbeit und Lohn hat, bewirkt daß die Stadt sich eine eigene Stadtwache nur auf minimalem Niveau leisten muss und die Absicherung des Seeweges gegen den Feind hinter der avenganischen Seegrenze mit finanzieller Kraft vorantreiben kann.

Statistische Daten

  • erbaut im Jahre 317 A.R. durch Menschensiedler
  • heute ca. 6.000 Einwohner
  • 18 Kilometer Stadtmauer
  • ca. 1500 anlegende Handelsschiffe im Jahr
  • 55% Menschen, 20% Trolle, 10% T’Skrang, 5% Zwerge, Rest Orks, Windlinge,
  • wenige Steintrolle, fast keine Elfen

Jüngere Geschichte

Im Jahr 1337 nach Zehngötterzeit fand in Menturan ein Sturz des örtlichen Regenten Duca Phillipe da Silva, Mitglied der königlichen Familie da Silva statt. Die Stadtherren, wie sich die Magnaten aller örtlichen Handelshäuser nennen, haben Menturan zum freien Handelshafen erklärt und weigern sich, Steuern an den Hof von Adarien abzuführen. Duca Phillipe da Silva floh mitsamt seiner Familie auf einem gekaperten Luftschiff nach Mentuza und kam am Hof des Regenten Paolo da Silva unter, wo er bis heute residiert. Der adarische Hof hat die Lossagung Menturans vom königlichen Steuersäckel bisher noch nicht akzeptiert und liegt mit den Stadtherren im Disput was Steuern, Zölle und das Freihandelsrecht angeht.

Besonderheiten

Schiffswerft

Die große Werft liegt auf einer Insel inmitten der Mündung des Dulari und wird dennoch zum Stadtgebiet Menturans gezählt. Eine Seeblockade aus ankernden Barkassen versperrt jedem nicht autorisierten Schiff die Durchfahrt auf den Dulari oder in das Hafenbecken von Menturan. Die Werft bezieht ihr Holz aus den umliegenden Wäldern, welches aus Holzfällerlagern am flußaufwärts des Dulari hinab zur Mündung direkt in die Werft geflößt wird. Die Werftmeister, T’Skrang-Ingenieure bauen neben schweren, bauchigen Handelsschiffen auch schnelle Truppenschiffe nach Pfeilbootvorbild und zweimastige Kriegsbarkassen für die adarische Kriegsflotte. Ein weiterer Teil der Werft wird für Reparaturzwecke genutzt. Die drei Docks sind fast rund ums Jahr belegt, solang die Wasserwege schiffbar sind.

Freihandelshafen

Der Schiffshafen und der Luftschiffhafen bilden eine ineinander verwobene Struktur aus Piers und Ladeplateaus. Mit einem Gewirr aus schwenkbaren Kränen, Schienenzügen (schiefe Ebenen) und Treppen, welche die verschiedenen Ebenen und Plateaus verbinden, ist der Freihandelshafen ein beeindruckendes Gesamtkonstrukt. Die Büros der “Observatori” liegen direkt auf der Mittelebene zwischen Luft- und Seehafen, so daß die Kapitäne von Schiffen und Luftschiffen stets zuerst diese Büros aufsuchen, um das Be- und Entladen ihrer Gefährte auszuhandeln. Schlangen williger Arbeiter wälzen sich tagtäglich zur Mittelebene, um die auch für Arbeiter lukrativen Tagelohnarbeiten zugewiesen zu bekommen. Es gibt sogar ein eigens für Arbeiter eingerichtetes Nurnahospital am Schiffshafen, in welchem Verletzte oder Kranke kostenlos behandelt werden können, einen Luxus den sich die Stadt aufgrund der immensen Zoll- und Steuereinnahmen leisten kann.