Gewaltmarsch der Zwerge

Precznak, Quon, Marius, Quintus und Borou, der neu gekürte Riesentöter und Meisterschütze, kehrten zurück zur Haupthalle der Zwerge und berichteten dort von ihren Taten. Da die Zwerge noch immer knappe Vorräte in den Kammern hatten, wurden die Helden kurzerhand gebeten, zu Banjews Hof zu reisen, um dort Proviant, Brennholz und Ponys zu kaufen. Die Zwerge wollten sich stärken bevor es in den Krieg um St. Frohnberg geht. Während der Planungen für den Feldzug wurden die Helden – beinahe in einem Nebensatz – zu Mitgliedern der Sippe Gorrons ernannt.

Banjews Hof im Jerva Gebirge

Zusammen mit Barix fuhren die Helden samt (Luftschiff-)Beiboot zu Banjews Hof, wo sie zu aller erst die gesamte Familie des gut situierten Gutsherren kennen lernen konnten. Neben Banjews Frau lebten auf dem Hof Großmutter Gerjuscha, die dralle Magd Jascha und insgesamt acht Söhne. Während Borou beim Verladen half, kümmerte sich Quintus um die kleineren Verletzungen der Bauern, wobei er vor den anzüglichen Versuchen der Magd Abstand bewahrte.

Die Helden kehrten noch am selben Tag zurück zur Zwergenbinge, wo sie die Zwerge bei den Vorbereitungen für den Krieg beobachten konnten. In dieser Zeit lernten die Helden ein paar der insgesamt 30 Krieger besser kennen. Folgende Zwerge sind namhaft zu erwähnen:

Ongrok: Waffenschmied, der vor Jahren einen Arbeitsunfall mit einem Amboss hatte und seitdem einen Klumpfuß hat.
Dutax: auf Grund eines Sprachfehlers gehört Dutax zu den stummeren Vertretern der Sippe. Er fungiert als Kundschafter und ist nur in leichtes Leder gerüstet.
Grollbart Steinbrecher: 1. Tunnelgräber der Sippe. Besitzt eine eingebaute Grubenlampe in seinem Helm. Im Kampf greift er zum Pickel, den tagtäglich schwingt.
Gorax Eisengrund: Handwerker und Sapeur der Sippe. Hat schon viele Schlachten hinter sich, die aber auch Schäden an seinem Gehör mit sich brachten. Sein langer roter Bart ist geflochten und enthält mehrere Perlen, die eine ganz besondere Bedeutung für ihn haben.
Burlich Stark-im-Arm: Der Armbrustbauer und Schütze der Sippe. Gehört zu den älteren Zwergen der Sippe. Er ist ein Vertrauter Gorrons und wirkt daher etwas hochnäsig und eitel.

Reise: Tag 1

Am darauf folgenden Tag marschierten die Zwerge im Eiltempo Richtung Süden, wobei sie in den Tälern des Jerva Gebirges reisten.

zwergische Karte des südlichen Jerva Gebirges

Nach weniger als zwei Stunden sahen die Marschierenden ein schwarze Rauchsäule von Banjews Hof aufsteigen. Da die Zwerge keine Umwege einplanen wollten, mussten die Helden jedoch alleine zu Banjews Hof reisen.

Banjews Hof wurde geplündert, das Vieh und die Bauern, mit Ausnahme der Großmutter, verschleppt. Die Spuren waren jedoch noch frisch und vor allem schienen die Orks keinerlei Angst vor Verfolgern zu haben, da ihre Spuren sehr leicht zu finden waren. Auch das nächtliche Lager war alles andere als gut geschützt.

Lager der orkischen Plünderer

Das Dutzend Orks samt eines Ogers saß ahnungslos am Lagerfeuer als die flammenden Explosionen von Marius’ Zauber die Nacht erhellten. Die anfängliche Überzahl schrumpfte in wenigen Augenblicken auf eine handvoll unorganisierter Orks zusammen, welche kurze Zeit später ebenfalls mit dem Leben bezahlten.

Reise: Tag 2

Am nächsten Morgen zogen die Helden weiter in Richtung Süden, um dort wieder auf die Zwerge zu treffen, während die dankbaren Bauern sich wieder zurück zu ihrem Hof aufmachten.

Am Wegesrand sahen sie die Überreste einer Schafherde samt toten Schäfer … ein weiteres Opfer der orkischen Plünderer.

Reise: Tag 3

Die erwartete Brücke über eine Klamm war leider zerstört. Außerdem lagen von Pfeilen gespickte Orkkadaver auf der einen Seite der Brücke. Alle Orks schienen ein gemeinschaftliches Symbol bei sich zu führen. Dank des Luftbootes konnten die Zwerge nach und nach auf die andere Seite übergesetzt werden.

Quon bemerkte in einem kleinen Wäldchen einen angeschossenen Hirsch. Unter Protest behandelte Quintus ausnahmsweise das Tier.

Reise: Tag 4

Gegen Ende des Tages wollte Gorron eigentlich in Artogroschs Binge angekommen sein, allerdings musste der Bergkönig eingestehen, dass die Beine bereits zu müde waren. Die Tiere des Waldes, allen voran Hirsche, Rehe, Bären und Eber, boten sich den Helden stumm als Reittiere an. Anfänglich konnte keiner der Gruppe die Situation einschätzen, als aber Gorron selbst sich auf einen Hirsch schwang, taten es ihm seine Söhne gleich. So erreichte man spät in der Nacht doch noch die Höhlen des Artogroschs.

Reise: Tag 6-7

Gorron wählte den Weg Richtung Westen, um dort über die Handelsstraße zu einer befreundeten Zwergensippe zu gelangen.

Reise: Tag 8

Am 8. Tag ging es wieder quer durch die Berge, wo der Gruppe ein Luftschiff am Horizont auffiel, welches in Richtung Süden flog und aller Voraussicht den Weg der Helden kreuzen würde. Das Schiff begann jedoch zu sinken und aus dem Sichtfeld der Gruppe zu verschwinden. Die Helden überredeten Gorron fünf Zwerge zur Unterstützung zu bekommen, während der Bergkönig weiter in Richtung Doros Sippe zog. Die Helden machten sich auf, um mehr über das Luftschiff zu erfahren und es möglicherweise zu kapern, sofern es unter feindlicher Flagge segelte.

Talkessel nahe Doros Sippe

Auf ihrem Weg durch ein Wäldchen kamen die Helden an zwei Dutzend toten Reitern vorbei, die alle von Schützen aus den Bäumen überrascht wurden. Alle Reiter gehörten, wie sich später herausstellte, zu der Kavallerie des Margrafen Konrad von Bachenweide an.

Ein wenig später wurden die Helden von einer orkischen Patrouille überrascht, die sofort die Flucht ergriffen. Zwei der drei Orks konnten die Helden stellen und töten, der dritte führte die Helden ungewollt zum geheimen Lufthafen der Orks.

geheimer Lufthafen in einer versteckten "Bucht"

In einer kleinen “Bucht” im Berg hatten sich unzählige Orks stationiert, die gerade damit beschäftigt waren, drei gefangene Orks(!) auf das Schiff zu bringen. Precznak konnte einen kurzen Blick auf das Lager werfen bis er entdeckt wurde und obwohl er ein kampferprobter Troll ist, musste er sich eingestehen, dass die Helden gegen diese Übermacht nichts ausrichten konnten. Marius zerstörte den befestigten Weg zur Bucht und sorgte somit für einen großen Vorsprung für ihre Flucht.

Hinterlasse eine Antwort